Als Aushilfsseelsorger schnell heimisch geworden –
Pallottinerpater Hofmann in Michelbach verabschiedet




Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Renate Frickel bedankte sich bei Pater Alois Hofmann
für die knapp sieben Monate als Aushilfsseelsorger in Michelbach,
in denen er das Gemeindeleben mit ansprechenden, teils ungewohnten Gottesdiensten bereicherte.


Die Pfarrgemeinde St. Laurentius Michelbach hat sich am Sonntag, 16.07.2017 von Pater Alois Hofmann verabschiedet. Der Pallottiner vertrat seit Weihnachten seinen Mitbruder Klaus Gröters, der krankheitsbedingt nicht mehr als Pfarrer in Michelbach tätig sein konnte.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Renate Frickel bedankte sich bei Pater Hofmann für sein Engagement und den frischen Wind, den er mit bisher ungewohnten Formen der Gottesdienstgestaltung sowie neuen Liedern in die Gemeinde gebracht habe. Damit sei er den Katholiken aus Michelbach und Umgebung in kürzester Zeit so sehr ans Herz gewachsen, dass viele den Wunsch äußerten, er möge doch länger bleiben. Dies ist allerdings nicht möglich, da die Pallottiner wie berichtet in diesem Jahr ihren Standort in Kälberau aufgeben und auf Pater Hofmann bereits neue Aufgaben in Friedberg bei Augsburg warten. Neben einem Weinpräsent überreichte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende dem passionierten Radfahrer, der auch den Weg zu den Gottesdiensten von Kälberau nach Michelbach bei jedem Wetter mit dem Fahrrad zurücklegte, ein Buch in Fahrradform, das unter dem Titel "Himmlischer Drahtesel" Gebete, Segenswünsche, Anekdoten und erhellende Geschichten für Fahrradfreunde zusammenfasst. Diakon Stephan Bauer hob passend zum Tagesevangelium die besondere Fähigkeit des Pallottiners hervor, als Sämann den Boden für das Wort Gottes zu bereiten - unter anderem durch seine ansprechenden nachhaltigen Predigten.

Hofmann selbst bedankte sich für die freundliche Aufnahme in Michelbach, wo er sich in der kurzen Zeit schnell nicht mehr als Gast, sondern ein Stück heimisch gefühlt habe. In seinen Abschiedsworten betonte er, dass er die Kirchenbesucher mit seinen Gottesdiensten bewusst herausfordern und in Bewegung bringen wollte, um sie dadurch vorzubereiten für die neuen Wege, die gegangen werden müssen, wenn künftig kein eigener Priester mehr für die Seelsorge zur Verfügung steht. Er wünschte dafür Gottes Segen und versprach die Entwicklung der Gemeinde aus der Ferne im Gebet zu begleiten.

Für einen festlichen Rahmen sorgte die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes durch den Organisten Michael Kreis, Katharina Stenger (Querflöte) und Stephan Noll (Trompete).




Text und Foto:
Timo Trageser




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