Quo vadis – Pfarreiengemeinschaft


In den letzten Wochen und Monaten wurde an verschiedenen Stellen berichtet und diskutiert, wie es mit den Pfarreiengemeinschaften „St.Benedikt am Hahnenkamm“ und „Maria im Apostelgarten“ weiter-gehen soll. Mittlerweile klären sich offene Fragen und die Planung schreitet voran.

Wie bereits bekannt war, wird es für beide Pfarreiengemeinschaften zusammen 2 Priester und 2 hauptamtliche Mitarbeiter geben, die nach einem Schlüssel 1,5 : 0,5 (St.Benedikt : Apostelgarten) aufgeteilt werden.
Zwischenzeitlich stehen auch konkrete Namen fest.
Zum 01. September kommt als Pfarrvikar Sebastian Krems nach Alzenau.
In der ersten Jahreshälfte 2018 dann noch Pfarrer Frank Mathiowetz.
Die beiden hauptamtlichen Mitarbeiter sind in Alzenau schon seit Jahren bekannt:
Pastoralreferent Stefan Warmuth, der nach wie vor seinen Schwerpunkt bei St. Benedikt haben wird und Diakon Helmar Brückner, der zukünftig auch einen Schwerpunkt im Apostelgarten setzt.
Die Mitarbeit der Diakone im Zivilberuf und Pfarrer im Ruhestand ist davon nicht weiter betroffen und bleibt unverändert bestehen.

Nicht nur bei den hauptamtlichen Mitarbeitern, auch bei den Laien geht es voran.
Es gab erstmals in diesem Jahr (bereits 3) und es gibt weiterhin regelmäßige Treffen der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden (plus Vertreter) mit den Hauptamtlichen und den nebenberuflichen Diakonen aus den beiden Pfarreiengemeinschaften.
Die Zielsetzung ist klar: Wie kann man eine gemeinsame, engere Zusammenarbeit in die Wege leiten?

Es ist bei allen Beteiligten zu spüren, dass großes Interesse an einer engeren Kooperation besteht.
Dies liegt sicherlich zum einen in der Tatsache begründet, dass ehrenamtliche Helfer überall gesucht sind. Vielfältige Aufgaben sind von wenigen engagierten (gewählten und nicht gewählten) Gemeindemitgliedern zu leisten.
Zum anderen sind auch positive Erfahrungen innerhalb der Pfarreiengemeinschaften gesammelt worden. Vorbehalte und Skepsis wurden in den letzten Jahren abgebaut, die Zusammenarbeit verstärkt und positive Ergebnisse und Erfahrungen erzielt.

Ein Hinweis dafür sind auch die im nächsten Jahr anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen.
Bei „Maria im Apostelgarten“ geht die Präferenz erstmals zu einem gemeinsamen Pfarrgemeinderat, auch, wenn dies erst noch in den einzelnen Gemeinden offiziell beschlossen werden muss. Sollte es einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat geben, würden in jeder der 3 Pfarreien Ortsausschüsse nach Bedarf (z.B. für Liturgie, Pfarrfest, Nachbarschaftshilfe, Seniorenbetreuung, Kinderaktivitäten usw.) installiert, um die ortsspezifischen Bedürfnisse abzudecken. Anmerkung: der Kälberauer PGR hat sich für einen gemeinsamen PGR ausgesprochen.
In „St. Benedikt am Hahnenkamm“ ist man da sogar schon einen Schritt weiter, der Beschluss zu einem gemeinsamen Pfarrgemeinderat wurde bereits in allen drei Gemeinden getroffen!

Wie kann nun eine gemeinsame Kooperation zwischen den beiden Pfarreiengemeinschaften aussehen?
Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten:
Denkbar sind z.B. gemeinsame Familien- und Kindergottesdienst - Teams, sodass man die erarbeiteten Konzepte in mehreren Gemeinden verwenden kann.
Dies gilt natürlich gleichfalls für die Erwachsenenbildung (Vortragsreihen etc.) oder die Kommunion- und Firmvorbereitung.
Denkbar sind auch gemeinsame Pfarrbriefe und Internetauftritte.
(Viele Informationen, die über diese Medien publik gemacht werden sollen, werden derzeit von verschiedenen Gemeinden eingepflegt, die gleiche Arbeit wird also mehrfach gemacht.)

Darüber hinaus sind gemeinsame Gottesdienste, Prozessionen und Wallfahrten fast schon ein Muss.
Bei zwei Priestern für beide Pfarreiengemeinschaften und den vielfältigen seelsorglichen Aufgaben kann man nicht erwarten, dass jeden Samstag und Sonntag in jeder Gemeinde eine Messe stattfindet.
Aber auch an dieser Stelle kann es zukünftig mehr Einsatz von Laien geben.
Derzeit findet eine Ausbildung (über ein Jahr) zum „Gottesdienstbeauftragten“ statt, die engagierte Frauen und Männer in den Gemeinden zur Leitung von Wortgottesdiensten und Andachten vorbereiten soll.
Aus Alzenau, Kälberau und Michelbach gibt es Teilnehmer.
Hier lässt sich ebenfalls wieder der Bogen zu mehr Kooperation schlagen, wenn ein gemeinsamer Austausch und Zusammenarbeit der Gottesdienstbeauftragten zwischen allen Gemeinden in Alzenau stattfindet.

Sicher ist, dass auf Dauer ein reges und aktives Gemeindeleben nur möglich ist, wenn viele Ehrenamtliche zusammen mit den wenigen Hauptamtlichen an einem Strang ziehen.
Und dies über die einzelnen Gemeindegrenzen hinaus.
Bei den bisherigen Treffen der Vertreter der 6 Alzenauer Gemeinden war der Wunsch, in diesem Sinne weiterzuarbeiten, deutlich zu spüren.








Seite schließen