Altarweihe

am Sonntag, 14. Oktober 2007
durch Bischof Dr. Friedhelm Hofmann

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Die Altarweihe

Der Weihegottesdienst
So ein großes kirchliches Ereignis werden die Buben und Mädchen aus den Reihen der Ministranten wohl kein zweites Mal erleben, meinte der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann am Sonntag, als er in der Pfarrkirche St. Laurentius Michelbach einen neuen Altar weihte. Die Pfarrgemeinde Michelbach feierte Abschluss der Kirchen-Innenrenovierung und 75-jähriges Kirchenjubiläum.

»Oh lass im Hause dein, uns all geborgen sein«, besangen die zahlreichen Gläubigen mit der Strophe aus einem Kirchenlied ihre Gefühle zum strahlend-neuen Gotteshaus. Die goldene Oktobersonne unterstrich die gelungene Innenrenovierung. Man könne aber Gott nicht in ein einzelnes Haus »einsperren«, gab Bischof Friedhelm zu verstehen, Gottes Reich sei das All. Ziel jedes Gläubigen müsse sein, den Weg zu Gott zu finden, stellte der Bischof in seiner Festpredigt heraus. Ein Gotteshaus sei nur eine Pforte zum Reich Gottes, der Altar um den man sich versammele ein Symbol Christi.

Die Altarweihe, eingebunden in die Eucharistiefeier, begann mit der Segnung des neuen Ambo, von dem aus Timo Trageser die erste Lesung vornahm. Nach ihrer Segnung wurden die schon im alten Altar aufbewahrten Reliquien in den neuen Altar eingemauert. Bischof Friedhelm, assistiert von Pfarrer Bernhard Küpper und seinem Zeremoniar, salbte den Altartisch und zündete auf ihm Weihrauch an. Der Kirchenchor St. Laurentius, die Trompeter Andreas Kiefer und Frank Kemmerer und Organist Michael Kreis umrahmten mit festlicher Musik die Weihehandlung.

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Weihegebet Altarweihe


Der Festzug zur Schulturnhalle

Der Festzug
Der Spielmanns- und Fanfarenzug des Turnvereins Michelbach begleitete nach dem Festgottesdienst die Gäste und Fahnenabordnungen der Michelbacher Ortsvereine zur Schulturnhalle.

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Der Festempfang in der Schulturnhalle

Der Festempfang
Alzenaus Bürgermeister Walter Scharwies brachte in einer Festrede sein profundes Geschichtswissen über die Michelbacher Kirche ein. 1923 sei Michelbach zur Pfarrei erhoben worden. Das bestehende Kirchlein sei nach Bauschäden und wegen räumlicher Enge nicht mehr länger tragbar gewesen, die Kirchengemeinde strebte einen Neubau an. In einem Brief sei darüber geklagt worden, dass die alte Kirche zwischen zwei störende Gasthäuser eingekeilt sei. Angesichts der damaligen schwierigen wirtschaftlichen Lage, sah die Obrigkeit keine Möglichkeit zur Förderung und riet zum Bau einer Notkirche. Am 9. Oktober 1932 wurde der Neubau der erweiterten Kirche eingeweiht. »Wenn man heute die goldene Oktobersonne ins frisch renovierte Gotteshaus strahlen sah, kann man wahrlich nicht von einer Notkirche sprechen«, lobte der Bürgermeister die gelungene Renovierung.

»Der heute geweihte Altar(tisch) soll das Miteinander von Pfarrgemeinde St. Laurentius Michelbach, der Kuratie Kälberau, der Stadt Alzenau und dem Bistum in Würzburg weiter stärken«, sagte Vize-Provinzial Norbert Possmann vom Pallotiner-Orden in seinem Grußwort. Er bat die Gläubigen, mit Optimismus und Gottvertrauen auch die nächsten 75 Jahre Kirche Michelbach anzugehen.

Timo Trageser ließ Architekt Joachim Kaupp, die maßgeblichen Kirchen(bau)vertreter Norbert Kemmerer und Klaus Huth sowie Finanzmanager Martin Ullrich in einem Interview die Baugeschichte erzählen.

Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Renate Frickel dankte am Ende allen, die ihr Scherflein zur Kirchen-Innenrenovierung, der Gestaltung des Festgottesdienstes mit feierlicher Altarweihe und des Empfangs zum Kirchenjubiläum beigetragen haben. In Nebenräumen der Turnhalle konnte der Verlauf der Innenrenovierung anhand Bildschauen nachvollzogen werden.

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Text:
Otto Grünewald
Roland Gündling

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Frank Leibmann

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Monika Gündling 35
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